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Australien bei der WM 2022 dabei – aber wie gut sind die Socceroos?

Mit dem 5:4-Erfolg nach Elfmeterschießen im interkontinentalen Play-off gegen Peru hat sich die australische Nationalmannschaft am Montagabend den vorletzten noch freien Platz im Teilnehmerfeld der Weltmeisterschaft 2022 in Katar gesichert. Nach torlosen 120 Minuten avancierte der eigens für das Elfmeterschießen eingewechselte Ersatzkeeper Andrew Redmayne in seinem ersten dritten Länderspiel zum großen Helden. Der 33 Jahre alte Schlussmann vom Sydney FC parierte den Versuch von Alex Valera und bescherte den Socceroos damit die fünfte WM-Teilnahme in Folge.

Bei der WM-Endrunde startet Australien nun in Gruppe D, der außerdem Frankreich, Dänemark und Tunesien angehören. Die Mannschaft von Trainer Graham Arnold befindet sich dabei gerade mit Blick auf die beiden europäischen Konkurrenten sicherlich in einer Außenseiterrolle, will es aber natürlich dennoch besser machen als bei den letzten drei WM-Teilnahmen.

Drei Mal in Folge in der Vorrunde einer WM gescheitert

2006 in Deutschland, als die Socceroos erst zum zweiten Mal nach dem Vorrunden-Aus 1974 dabei waren, gelang unter Trainer Guus Hiddink der Einzug ins Achtelfinale, in dem durch einen umstrittenen Elfmeter in der Nachspielzeit aber gegen den späteren Weltmeister Italien (0:1) Endstation war.

2010 in Südafrika, 2014 in Brasilien und auch 2018 in Russland kam Australien dagegen jeweils nicht über die Gruppenphase hinaus.

Die eigene WM-Bilanz aufzupolieren, ist nun sicherlich das große Ziel der Socceroos vor dem Turnier am Jahresende in Katar, wo sowohl die Begegnung gegen Peru als auch zuvor schon das mit 2:1 gewonnene Asien-Play-off gegen die Vereinigte Arabische Emirate ausgetragen wurden.

Sprung ins Achtelfinale wäre kleine Sensation

Dass Australien dazu in der Lage ist, bei der WM 2022 die K.o.-Phase zu erreichen, bezweifeln allerdings nicht wenige Experten. Und das hat seine Gründe.

So konnten die Arnold-Schützlinge weder gegen die VAE noch gegen Peru wirklich überzeugen. Zudem spricht es für sich, dass Australien in der zweiten Gruppenphase der asiatischen WM-Qualifikation hinter Saudi-Arabien und Japan nur Dritter wurde, mit lediglich einem Zähler Vorsprung vor dem Oman.

Die großen Namen fehlen im Team

Der Blick auf den Kader zeigt unterdessen, dass die individuelle Klasse, für die einst Spieler wie Harry Kewell oder Tim Cahill standen, derzeit fehlt. Leistungsträger wie Mathew Ryan (Real Sociedad San Sebastian) und Ajdin Hrustic (Eintracht Frankfurt) spielen in ihren Vereinen nur eine Nebenrolle.

Während andere wie Mathew Leckie (Melbourne City), Aaron Mooy (Shanghai Port), Jackson Irvine (FC St. Pauli) oder Martin Boyle (Al-Faisaly Harmah) im Alltag in im internationalen Vergleich allenfalls zweitklassigen Ligen nicht auf höchstem Niveau gefordert werden.

Schlüssel zum Erfolg: Physis und Spielglück

Letztlich wird Australien nur dann eine Chance auf das WM-Achtelfinale haben, wenn zum einen Tunesien besiegt wird und zum anderen entweder gegen Dänemark oder Frankreich eine Überraschung glückt.

Dafür benötigen die Socceroos natürlich die ohnehin nie fehlende Leidenschaft und physische Präsenz in ihrem Spiel, darüber hinaus aber sicher auch eine Portion Glück.

Läuft hingegen alles normal, wird Australien erneut nach drei Spielen die Heimreise antreten müssen.

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